Mitte der 1950er-Jahre entstand in England die Idee, Kinder über panierten Fisch in Stäbchenform zum Fischessen zu verführen. Einer der Gründe dafür war, dass Fleisch knapp, Fisch aber im Überfluss vorhanden war. Im deutschsprachigen Raum kam das Fischstäbchen vor genau 60 Jahren auf den Markt.

Ein altes Werbesujet für Fischstäbchen von Iglo.
Foto: Iglo

Als kleine Hommage an die knusprige Kindheitserinnerung haben wir uns in der EssBar an die Eigenproduktion der goldenen Stäbchen gewagt.

Für selbstgemachte Fischstäbchen haben wir in 500 Gramm Kabeljaufilet investiert und mit zwei Eiern, Salz, Pfeffer, 4 EL Mehl, 200 Gramm Panko (asiatisches Paniermehl, gröber gemahlen) sowie 4 EL Butter und einer Bio-Zitrone die Zutatenliste komplettiert. Für ein bisschen Grün sorgt frischer Koriander.

Foto: Nina Wessely

Im ersten Schritt die Filets waschen und in fischstäbchengerechte Stücke teilen (etwa 4 Zentimeter breite Streifen).

Mit Salz und Pfeffer würzen.

Foto: Nina Wessely

Die beiden Eier aufschlagen und in einem tiefen Teller verquirlen.

Foto: Nina Wessely

Mit dem Mehl, dem verquirlten Ei sowie dem Panko eine "Paniermeile" bauen.

Foto: Nina Wessely

Die Fischstäbchen-Filets zuerst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in Panko wälzen.

Foto: Nina Wessely

Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen und die panierten Filets einlegen.

Foto: Nina Wessely

Bei mittlerer Hitze auf allen Seiten goldbraun backen.

Foto: Nina Wessely

Genauso, wie es der Käpt'n tun würde.

Nina Wessely

Präsentieren, wie wir es aus der Werbung unserer Kindheit kennen.

Foto: Nina Wessely

Oder von unseren motivierten Eltern anno dazumal.

Fazit:

60 Jahre Fischstäbchen-Erfahrung sind an einem Nachmittag nicht schnell einmal aufgeholt, auch wenn dieser Fisch unter der selbstgemachten Panier wahrscheinlich einer edleren Herkunft entspringt als die Packungsstäbchen.

Die Wohnung riecht nach Fisch und Fett.

Einerseits hätte dieser feine Fisch die Panier nicht gebraucht. Andererseits punktet in Butter Herausgebackenes dann doch meistens, wie auch in diesem Fall, und zwar bei Groß und Klein. (Nina Wessely, 6.11.2019)

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Foto: Nina Wessely