Auf den Windows-Taschenrechner ist nicht immer Verlass.

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Was ergibt 3 + 1 x 4? Wer die "Punkt vor Strich"-Regel kennt, kommt auf 7 als richtiges Ergebnis. Der Taschenrechner von Windows gehört nicht dazu – zumindest nicht in der Standard-Einstellung. Die Software ignoriert diese Regel von Haus aus und spuckt als Ergebnis 16 aus. Und zwar schon seit vielen Jahren, wie "PC Welt" in einem aktuellen Praxistipp schreibt.

Problem bei Standard-Einstellung

In den Standard-Einstellungen rechnet der Windows-Taschenrechner einfach der Reihe nach und wartet nicht darauf, dass man = eingibt. Dreht man die genannte Rechnung beispielsweise um – und tippt also 4 x 1 + 3 –, kommt auch die Windows-Software auf das richtige Ergebnis.

In den Einstellungen des Windows-Rechners muss man auf Wissenschaftlich umstellen, dann kann die Software auch die "Punkt vor Strich"-Regel. Das ist seit vielen Jahren so – wie hier unter Windows 7, aber auch in der aktuellsten Version.
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Dabei kann die Software prinzipiell durchaus mit dieser Art von Rechnung umgehen, nur nicht in den Standard-Einstellungen. In den Einstellungen des Windows-Rechners kann man über ein Menü links oben von Standard auf Wissenschaftlich – und anderes – umstellen. Dann funktioniert es auch mit der "Punkt vor Strich"-Rechnung. Doch das müssen Nutzer erst einmal wissen.

Aufgaben, bei denen die "Punkt vor Strich"-Regel zur Anwendung kommt, gehen immer wieder mal viral. Denn so einfach es auf den ersten Blick scheinen mag, diese Regel zu befolgen, gibt es doch immer wieder Fälle, in denen sich die Nutzer alles andere als einig sind. Erst im Sommer sorgte ein auf Twitter gepostetes Beispiel für tagelange Diskussionen. (red, 7.11.2019)