Das Siemens-Logo.

Foto: REUTERS

Der stellvertretende Siemens-Chef hat sich gegen einen Ausschluss des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei vom Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland ausgesprochen. "Ich würde Huawei behandeln wie wir auch andere Zulieferer behandeln", sagte Technologie-Vorstand Roland Busch am Rande der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in München.

Standards einhalten

Man müsse sicherstellen, dass Huawei bestimmte Standards – etwa zur Cyber-Sicherheit – einhalte. Die Chinesen seien in der Netzwerktechnik "ziemlich weit", so dass ein Verzicht auf Huawei den Aufbau der superschnellen Mobilfunknetze zu verzögern drohe. "Ein Ausschluss von Huawei hätte auch Auswirkungen auf den Aufbau der 5G-Infrastruktur", sagte Busch, der als designierter Nachfolger von Vorstandschef Joe Kaeser gilt.

Huawei ist wegen des vermuteten Einflusses der chinesischen Regierung auf das Unternehmen in der Politik umstritten. Busch verwies darauf, dass etwa auch in den USA die Regierung unter bestimmten Umständen Zugriff auf die Netze habe. (APA/Reuters, 7.11.2019)