Fritz Keller hat eine Beschlussvorlage eingebracht.

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Berlin – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will künftig bei der Auswahl von Länderspielreisen noch stärker die politische und gesellschaftliche Lage im Gastgeberland berücksichtigen. Wie der deutsche Verbandschef Fritz Keller am Donnerstag in einem Betrag der Zeitung "Die Welt" erklärte, gehe es darum, welche Werte "unverhandelbar" seien. Keller nannte dabei explizit Frauenrechte.

Er habe daher in seiner ersten Präsidiumssitzung beim Deutschen Fußball-Bund eine Beschlussvorlage eingebracht, "auf deren Grundlage wir keine Auswahlmannschaften mehr zu Spielen in Ländern antreten lassen, in denen Frauen nicht gleichberechtigt und frei von Diskriminierung Zugang zu Fußballstadien oder anderen Sportstätten gewährt wird". Dieser Vorschlag sei einstimmig vom DFB-Präsidium angenommen worden, schrieb Keller. (APA, 7.11.2019)