Mit Produktionen wie "The Mandalorian" zieht Disney gegen Netflix und Co. zu Felde.

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Ein Nutzeransturm hat dem neuen Streaming-Dienst von Disney, Disney+, einen Start mit technischen Problemen beschert. Einige Kunden beklagten sich am Dienstag über Schwierigkeiten beim Anmelden, Einloggen oder beim Zugriff auf einzelne Inhalte oder Funktionen.

Disney erklärte, man arbeite daran, die Probleme zu beheben. Das Interesse der Nutzer habe noch über den – bereits hohen – Erwartungen gelegen. Die Ausfälle sorgten für manche verärgerten bis amüsierten Kommentare auf sozialen Medien. Auch andere Unternehmen sprangen darauf an. "Disney+ mag ausgefallen sein, aber die Denny's-Restaurants haben immer offen", witzelte etwa die US-Restaurantkette Denny's auf Twitter.

Angriff auf Netflix und Co.

Mit dem Start von Disney+ stellt der Unterhaltungsriese wichtige Weichen für seine Zukunft: Er macht seine Inhalte in Eigenregie per Streaming verfügbar. Damit konkurriert Disney zum einen mit etablierten Streaming-Anbietern wie Netflix – könnte zum anderen aber auch Geldströme von seinem bisherigen eigenen TV-Geschäft umlenken.

Disney startete den Dienst zunächst in den USA, Kanada und den Niederlanden. In anderen europäischen Märkten soll Disney+ im kommenden Jahr verfügbar werden. Disney setzt auf seine populären Inhalte wie die "Marvel"- oder "Star Wars"-Filme, um Zuschauer anzulocken. Den Preis setzte der Konzern mit 6,99 Dollar pro Monat deutlich unter dem von Netflix an. Es ist bereits der zweite Start eines ambitionierten neuen Streaming-Angebots binnen weniger Wochen: Anfang des Monats legte Apple den Schalter bei seinem Dienst Apple TV+ um. (APA, red, 12.11.2019)