Goran Pandev ist der Star aus der Elf Nordmazedoniens.

Foto: REUTERS/Ognen Teofilovski

Wien – Ein Punkt gegen Nordmazedonien reicht Österreichs Fußballnationalmannschaft, um am Samstagabend im Happel-Stadion die EM-Qualifikation für 2020 erfolgreich einer Erledigung zuzuführen. Klingt leichter, als es ist. Denn Igor Angelovski, der Trainer der Gäste, kann trotz der Ausfälle einiger Stammspieler eine routinierte, schlagkräftige Truppe ins Treffen führen.

Im Oktober hatten die Polen, Tabellenführer der Österreich-Gruppe G, ziemlich Mühe, das Heimspiel gegen den 68. der Weltrangliste mit 2:0 zu gewinnen und endgültig für die EM zu buchen. Die erlösenden Tore in Warschau fielen schließlich erst in der letzten Viertelstunde.

Klar verloren hat Nordmazedonien nur die Heimpartie gegen Österreich. Beim 1:4 in Skopje war auch der liebe Herrgott des nordmazedonischen, also vormals mazedonischen, Fußballs dabei. Goran Pandev, 36 Jahre alt und Stürmer, ist mit 107 Länderspielen und 34 Treffern Rekordhalter seines Teams. Seine größte Zeit erlebte Pandev als Ersatzkapitän bei Inter Mailand, wo er von 2009 bis 2011 wirkte und also 2010, als ein gewisser Marko Arnautovic von Coach José Mourinho nicht in den Europacup-Kader aufgenommen worden war, das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League gewann. Auch in der Folge bei Lazio Rom und Napoli war Pandev regelmäßig auffällig. Seit 2015 ist er für den FC Genoa im Einsatz, in dieser Saison kam er in bisher elf Ligaspielen auf zwei Tore.

Die Standardsituation blickt auf die kommenden EM-Quali-Spiele
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Ausfälle

Neben Pandev stehen weitere Legionäre aus Spanien, Italien, Portugal, der Schweiz und Belgien im nordmazedonischen Kader. Zuletzt kam zum Beispiel Elif Elmas beim 3:2 von Napoli in der Champions League gegen Salzburg zu einem Kurzeinsatz.

Den Nordmazedoniern fehlen in Gruppe G fünf Zähler auf die zweitplatzierten Österreicher, aber auch ohne Punktgewinn in Wien bleibt eine kleine Hoffnung auf die EM-Teilnahme. Schließlich gewann die Mannschaft im Vorjahr in der Nations League ihre Gruppe mit Armenien, Gibraltar und Liechtenstein. Im Playoff der 16 Gruppensieger geht es im März 2020 noch um vier Plätze bei der EM.

In Wien muss Coach Angelovski auf Udinese-Stürmer Ilija Nestorovski, Boban Nikolov und Visar Musliu (beide Fehervar) wegen Sperren verzichten. "Die sind sehr schwer zu ersetzen", sagt Ilco Naumoski. Der ehemalige Legionär des GAK und Mattersburgs spielte 46-mal für Nordmazedonien. (APA, red, 15.11.2019)