DER STANDARD

Über die Lehrerbewertungs-App wird viel geredet, auch auf dem Schulhof. Seit Montagabend ist die App allerdings offline. Als Grund wird angegeben, dass der 18-jährige Erfinder Benjamin Hadrigan zahlreiche Hassnachrichten erhalten habe und dem nun gegengesteuert werde.

An der HTL HAK Ungargasse hatte die schlichte App, mit der im Fünf-Sterne-System jeder Lehrer einzeln bewertet werden kann, noch nicht so richtig eingeschlagen – zumindest wenn es nach Direktorin Martina Mikovits geht: "Wir Lehrer reden viel mehr darüber als unsere Schüler." Tatsächlich hatten zu diesem Zeitpunkt 75 User die Schule bewertet – bei einer Schulgröße von knapp 1.000 Schülern.

DER STANDARD hat Schüler der 3. Klasse für Höhere Informationstechnologien und Netzwerktechnik gefragt, wie die App tatsächlich ankommt, was ihnen daran gefällt und wo sie skeptisch sind. Positiv bewerten sie, dass sie über "Lernsieg" herausfinden können, ob ihre Mitschüler auch ein Problem mit einer bestimmten Lehrkraft haben. Dass Lehrer ohne ihr Einverständnis mit ihrem Namen in der App aufscheinen, sehen sie dagegen problematisch. (Andreas Müller, Maria von Usslar, 19.11.2019)