Der Tatort in Fresno.

Foto: AP Photo/Gary Kazanjian

Los Angeles – Nach einem Schusswaffenangriff im US-Bundesstaat Kalifornien mit vier Toten und sechs Verletzten untersucht die Polizei nun mögliche Verbindungen zu gewaltbereiten asiatischen Banden. Bei "Vorfällen solch eines Ausmaßes" würden immer kriminelle Bandenaktivitäten in den Blick genommen, erklärte Andy Hall von der Polizei Fresno.

Vier Todesopfer

In dem Haus, in dessen Garten sich der Angriff am Sonntag ereignete, lebten Angehörige der Hmong, eines südostasiatischen indigenen Volks. Mindestens zwei Schützen hatten am Sonntag mit halbautomatischen Pistolen das Feuer auf etwa 16 Menschen eröffnet, die gerade eine Football-Übertragung im Garten verfolgten. Die Schützen hätten sofort das Feuer eröffnet, erklärte Hall. "Die Bewaffneten feuerten willkürlich in die Menge, bevor sie zu Fuß türmten."

Drei Männer starben noch an Ort und Stelle, ein vierter erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die sechs Verletzten im Krankenhaus befanden sich nach Behördenangaben nicht in Lebensgefahr. Alle Todesopfer und Verletzten waren demnach Männer im Alter zwischen 25 und 35 Jahren.

Motiv noch unklar

Die Polizei erkannte vorerst kein Motiv für die Tat. In der vergangenen Woche sollen sich in der Gegend aber mehrere Vorfälle ereignet haben, in die asiatische Banden involviert waren. Manche Teilnehmer der Gartenparty sollen laut Hall in der Woche vor der Tat in nicht näher erläuterte Zwischenfälle verwickelt gewesen sein, Indizien für eine Gang-Zugehörigkeit der Bewohner oder Gäste lägen jedoch nicht vor.

Um mögliche Vergeltungsschläge und Gewaltausbrüche zu verhindern, will die Polizei nach eigenen Angaben eine Sondereinheit für asiatische Banden einsetzen. (APA, AFP, 19.11.2019)