Topf-5-Nation Nordmazedonien schlug Topf-3-Nation Israel im letzten Qualifikationsspiel der Österreich-Gruppe G am Dienstag in Skopje 1:0.
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Wien – 35 von 55 Teilnehmern der am Dienstag abgeschlossenen Qualifikation zur Fußball-EM 2020 haben ihre Gruppe auf dem "vorgesehenen" Platz beendet. Jeweils zehn Nationen haben die Erwartungen unter- oder übererfüllt. Besondere Overperformer waren der Kosovo und Nordmazedonien, besondere Underperformer Israel und Bosnien.

Am 2. Dezember 2018 fand in Dublin die Auslosung für die Qualifikation zur Euro 2020 statt. Bei früheren Auslosungen wurde für die Topfeinteilung eine theoretische Berechnung auf Basis des Uefa-Nationalteam-Koeffizienten herangezogen. Diesmal aber ordnete der Fußballverband Uefa seine 55 Mitglieder nach ihrer Platzierung in der vorangegangenen Nations League den sechs Lostöpfen zu. Diese Form der Stärkeermittlung stellt sich im Nachhinein als solide Grundlage heraus.

Zwei Outperformer in der Österreich-Gruppe

Acht der zehn Topteams aus Topf 1 – England, die Schweiz, Kroatien, Spanien, Polen, Frankreich, Belgien und Italien – gewannen ihre Gruppe auch. Nur Portugal und die Niederlande wurden in ihren Gruppen Zweiter und landeten hinter den Topf-2-Nationen Ukraine beziehungsweise Deutschland.

Jeweils einen Rang schlechter als bei der Auslosung angenommen beendeten die Quali auch Bulgarien, Montenegro, Litauen, Estland, Island und Moldau. Je einen Rang besser als erwartet schnitten Luxemburg, Weißrussland, die Türkei, Andorra, Finnland und Griechenland ab.

Zwei Nationen machten sogar zwei Ränge gut. Die Topf-5-Teams Nordmazedonien (in der Österreich Gruppe G) und Kosovo schlossen ihre Gruppen als Dritter ab. Umgekehrt landete Topf-3-Nation Israel (ebenfalls in Gruppe G) nur auf Rang fünf, Topf-2-Nation Bosnien und Herzegowina musste sich mit Rang vier in ihrer Qualifikationsgruppe begnügen.

Die Gruppen D, E, F und I endeten exakt in der Reihenfolge, die die Topfeinteilung bei der Quali-Auslosung angedeutet hatte. Eine Besonderheit kennzeichnet Gruppe I: Es war die einzige, in der der Gruppensieger (Belgien) das Punktemaximum holte und der Gruppenletzte (San Marino) das Minimum: null Punkte. (Michael Matzenberger, 20.11.2019)