Rund 100 Protestanführer wurden im Iran verhaftet.

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Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben der Justiz etwa 100 Führungsfiguren der jüngsten Proteste festgenommen. Die Elite-Einheit sei dabei in verschiedenen Teilen des Landes vorgegangen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die Proteste waren eine Woche zuvor aus Unmut über eine Benzinpreis-Erhöhung ausgebrochen.

Amnesty International zufolge wurden in den folgenden Tagen mehr als 100 Demonstranten von Sicherheitskräften getötet. Die Regierung hat die Zahl als spekulativ zurückgewiesen. Offiziellen Angaben zufolge ebbten die Proteste am Dienstag ab.

Ein hoher Geistlicher forderte die Todesstrafe für einige der Demonstrationsführer. "Einige dieser Anführer bei den Unruhen waren Gesetzlose, die die Todesstrafe verdienen", sagte der als Hardliner geltende Ayatollah Ahmad Khatami beim Freitagsgebet in Teheran. (APA, 22.11.2019)