Gabriel Barbosa war der gefeierte Held in Lima.

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65.000 Zuschauer gaben sich die Übertragung im Maracana zu Rio de Janeiro, wo zehn Großleinwände rund um das Spielfeld aufgestellt wurden.

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Lima/Wien – Flamengo hat sich am Samstag vor der stimmungsvollen Kulisse von rund 50.000 Zuschauern im Estadio Monumental von Lima in Peru zum ersten Mal seit 38 Jahren und zum zweiten Mal insgesamt den Gewinn der Copa Libertadores gesichert. Der Fußball-Club aus Rio de Janeiro gewann das dramatische Finale gegen River Plate aus Buenos Aires mit 2:1.

Der Titelverteidiger steuerte nach einem Tor von Rafael Borre (14.) lange auf seinen fünften Triumph im wichtigsten südamerikanischen Vereinsbewerb zu. Dann aber nahm die Partie eine Wendung wie das legendäre Champions-League-Endspiel 1999 zwischen Manchester United und dem FC Bayern, denn Gabriel Barbosa traf in der 89. und 92. Minute für Flamengo. In der hektischen Schlussphase wurden sowohl der Doppeltorschütze als auch River-Plate-Profi Palacios ausgeschlossen. Flamengo hatte bei der einzigen Finalteilnahme zuvor 1981 mit der goldenen Generation um den "Weißen Pele" Zico den Libertadores-Pokal gewonnen.

River Plate, das sich bereits 1986 und 1996 Südamerikas Fußballkrone aufgesetzt hatte, mauserte sich in den letzten fünf Jahren zum Titelhamster auf dem Kontinent, feierte 2015 und 2018 die Libertadores-Cup-Triumph drei und vier, gewann 2014 die Unterkategorie Copa Sul-Americana und zwischendurch dreimal den Supercup beider Turniere, blieb diesmal jedoch als enttäuschter Zweiter zurück. (APA/Reuters, sid, 23.11.2019)