War 544 Tage im Iran in Gefangenschaft: Jason Rezaian.

Foto: AP/Michael Probst

Teheran – Der Iran hat die Schadenersatzklage des US-Journalisten Jason Rezaian als absurd zurückgewiesen. "Wir hätten diese Person wegen Sicherheitsverstößen auch weiterhin im Gefängnis behalten können, haben ihm aber einen Gefallen getan und ihn begnadigt", sagte Außenamtssprecher Abbas Moussawi am Montag. Daher seien sowohl der Antrag Rezaians auf Schadenersatz als auch das Urteil des US-Gerichts absurd und werde vom Iran abgelehnt, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna.

Wegen seiner 544-tägigen Gefangenschaft im Iran hatte ein Gericht in Washington Rezaian und dessen Familie rund 180 Millionen Dollar (162,78 Mio. Euro) Schadenersatz zugesprochen. "Einen Mann als Geisel zu halten und ihn zu foltern, um in den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten einen Vorteil zu erringen, ist empörend", schrieb Bundesrichter Richard Leon in seiner am Freitag veröffentlichten Urteilsbegründung.

Das Urteil, das auf eine Klage Rezaians gegen die Islamische Republik zurückgeht, solle auch der Abschreckung dienen. Rezaian habe heute noch Schwierigkeiten zu schlafen und wache manchmal wegen Albträumen schreiend auf. (APA/dpa, 25.11.2019)