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Straßburg – Der Handelsausschuss des EU-Parlaments hat den Weg für zusätzliche Rindfleischimporte aus den USA freigemacht. Die Mitglieder stimmten am Montag mit 26 zu sieben Stimmen für die Vereinbarung, die ab 2020 gelten soll. Die Botschaft sei klar, erklärte der Ausschussvorsitzende Bernd Lange: "Wir würden gerne die Handelsspannungen mit den USA deeskalieren."

Am Donnerstag sollte das EU-Parlament als Ganzes über die Vereinbarung abstimmen. US-Präsident Donald Trump und EU-Vertreter hatten diese Anfang August bekanntgeben. Die Zustimmung gilt jedoch als unproblematisch. Am Ende entscheiden allerdings die Konsumenten in Europa im Supermarkt. Kein Vertrag kann den Verkauf von Rindfleisch erzwingen.

US-Rindfleisch konkurrenzfähig

Die EU-Kommission hat bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren soll der US-Lieferanteil nun auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen. Nur noch 10.000 Tonnen würden dann aus anderen wichtigen Lieferländern wie Argentinien und Uruguay kommen.

Experten zufolge ist das amerikanische Rindfleisch jedoch in Bezug auf Qualität und Preis sehr konkurrenzfähig, weshalb eine Ausschöpfung der zollfreien Exportquote wahrscheinlich erscheint. Die EU erklärte am Freitag, "Qualität und Sicherheit" des importierten Rindfleisches werde weiterhin den strengen EU-Standards entsprechen.

Der Wert der zollfreien Rindfleischexporte werde dank des Abkommens im Lauf der nächsten sieben Jahre von rund 150 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) auf etwa 420 Millionen Dollar steigen, erklärte die US-Regierung im Sommer. (APA, red, 26.11.2019)