Tokios wohl bekanntestes Sushi-Restaurant, das auch schon Barack Obama bewirtet hat, verliert seine drei Michelin-Sterne im neuen Guide 2020. Das liegt allerdings nicht an der mangelnden Qualität der Speisen sondern an der Tatsache, dass das Lokal nicht mehr einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist, begründet der Restaurantführer seine Entscheidung.

Buchungen für das nur über zehn Sitzplätze verfügende Lokal Sukiyabashi Jiro Honten könnten nicht mehr per Telefon gemacht werden, Gäste aus Übersee müssten über ihr Hotel reservieren, heißt es auf der Homepage des Lokals, das vom 94-jährigen Jiro Ono gemeinsam mit seinem Sohn geführt wird.

Seit dem Jahr 2007 – als Michelin den ersten Tokio-Guide veröffentlichte – hatte es die Maximalbewertung von drei Sternen gehalten. 2014 hatte Barack Obama dort mit dem damaligen Premier Shinzo Abe gespeist, nach seinen Aussagen das "beste Sushi", das er jemals gegessen hatte.

Schon 2011 hatte David Gelb, jener Regisseur, der für Netflix die Köche-Serie "Chef's Table" verantwortlich zeichnet, eine Dokumentation mit dem Titel "Jiro Dreams of Sushi" gedreht.

Barack Obama mit Shinzo Abe im Jahr 2014 im Sukiyabashi Jiro Sushi Restaurant.
Foto: Reuters/File Photo/Cabinet Public Relations Office

Insgesamt sind im neuen Guide Michelin Tokio 226 Sterne-Restaurants gelistet, damit ist Tokio die Stadt mit den meisten besternten Lokalen weltweit, elf Restaurants halten bei drei Sternen. (red, 27.11.2019)