Ethereum.

Foto: reuters/ruvic

Der Sicherheitsforscher Virgil Griffith wurde in den USA festgenommen, weil er in Nordkorea eine Präsentation zu Kryptowährungen gehalten hat. Das berichtet "Motherboard". Bei dem Mann handelt es sich um einen Forscher der Etherum Foundation, welche dabei hilft, die Ethereum-Blockchain weiterzuentwickeln.

Der Vorwurf: Bei einer Konferenz in Nordkorea präsentierte Griffith den Teilnehmern, wie Blockchaintechnologie dem Land helfen können. Auch diskutierte er mit anderen unter anderem darüber, wie sie ausgenutzt werden kann, um Sanktionen zu umgehen. Als er dazu befragt wurde, habe er angegeben, dass die Präsentation nur sehr grundlegende Konzepte beinhaltete, die auch online zu finden sind.

Visum

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er ursprünglich eine Erlaubnis vom US-Außenministerium beantragt hatte, um zu der Konferenz reisen zu dürfen. Diese wurde allerdings abgelehnt. Daraufhin habe er sich ein Visum auf einem separaten Papier besorgt, um, so der Vorwurf, physische Beweismittel auf seinem regulären Reisepass zu vernichten, die belegen würden, dass er dort hin gereist ist.

Ob die Etherium Foundation selbst mit dem Auftritt von Griffith zu tun hatte, ist aktuell unklar. In der Vergangenheit wurden Kryptowährungen aber beispielsweise am Golf beworben, um saudi-arabische Investoren zu locken. (red, 30.11.2019)