Tiger Woods kann es sich leisten, auf ein derartiges Turnier zu verzichten.

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Nassau – Golf-Superstar Tiger Woods wird trotz einer lukrativen Millionen-Antrittsprämie erneut nicht beim Turnier Ende Jänner 2020 in Saudi-Arabien antreten. "Ich möchte einfach nicht hingehen. Es ist eine lange Reise", begründete Woods dem US-Sender ESPN sein Fernbleiben.

Laut dessen Bericht sollen dem 43-Jährigen für eine Teilnahme drei Millionen Dollar geboten worden sein. Bereits bei der Turnierpremiere 2019 hatte der 15-malige Major-Sieger trotz einer angebotenen Rekordgage verzichtet. Dies stellte er damals in den Zusammenhang mit der Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul.

Woods sagte am Dienstag, er sei sich der politischen Dimension des Turniers bewusst. "Aber der Golfsport kann dort auch viel heilen und verbessern", erklärte der Kalifornier und zeigte Verständnis für die Teilnahme anderer namhafter Golfprofis an der mit 3,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung in der Projektstadt King Abdullah Economic City. Unter anderen schlagen Vorjahressieger Dustin Johnson, Phil Mickelson und auch Bernd Wiesberger ab. Der Nordire Rory McIlroy fehlt dagegen.

Seit einigen Jahren versucht das ultrakonservative Königreich, sein Image über den Sport zu verbessern. Das Land organisiert etwa den italienischen Supercup im Fußball und ein Rennen der Formel E. Im Jänner 2020 führt die Rallye Dakar erstmals durch Saudi-Arabien. (APA, 4.12.2019)