Das 13-Zoll-Macbook Pro, das im Sommer auf den Markt gekommen ist, plagt sich mit spontanen Abschaltungen.

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Im Sommer hat Apple die 13-Zoll-Ausführung eines Macbook Pro erneuert. Mindestens 1.500 Euro kostet der kleinformatige Laptop, der primär als Arbeitstier für berufliche Zwecke angepriesen wird. Es ist das letzte Modell der Reihe, das Apples eigene Butterfly-Tastatur mitbringt, die seit ihrer Einführung immer wieder für Probleme sorgt. Erst mit dem im November vorgestellten 16-Zoll-Modell ist man wieder zurückgekehrt zu klassischen Scissor-Switches.

Die Tastatur ist allerdings nicht das einzige Ärgernis für manche Besitzer des 13-Zoll-Modells. Sie plagen sich damit, dass ihr Gerät sich ohne ersichtlichen Grund einfach abschaltet. In den Supportforen gibt es mittlerweile einige Einträge zu den spontanen Abschaltungen. Diese scheinen vor allem aufzutreten, wenn der Akkuladestand unter 50 Prozent gefallen ist.

Obwohl das Gerät laut Ladeinformation eigentlich noch genug Energie für mehrere Stunden Betrieb haben müsste, gehen die Lichter aus. Erst bei angeschlossenem Netzteil startet das Notebook wieder.

Laptop muss stundenlang am Kabel "schlafen"

Apple bestätigt das Problem auf seinen Supportseiten. Wer es beheben will, muss allerdings eine länger dauernde Prozedur auf sich nehmen. Im ersten Schritt muss man den Rechner, sofern er gerade voll aufgeladen wurde, so lange verwenden, bis der angezeigte Akkustand unter 90 Prozent fällt. Anschließend soll man ihn an das Netzteil anhängen, alle geöffneten Programme schließen und den Bildschirm zuklappen, um das Gerät "schlafen" zu schicken.

Acht Stunden lang soll das Macbook dann mindestens im Schlafmodus am Ladegerät hängen. Danach gilt es, falls noch nicht geschehen, das neueste Update für Mac OS einzuspielen. Das Vorgehen ist ein starker Indikator dafür, dass bei den betroffenen Macbooks der vom System ermittelte Ladestand des Akkus deutlich von der tatsächlichen Restladung abweicht und man mit dem Befolgen der Anleitung die Kalibrierung korrigiert.

Sollte es auch nach Durchführung der "Ladeschlaf"-Prozedur weiter zu unerwarteten Abschaltungen kommen, sollte man den Kundendienst kontaktieren, rät Apple weiter. (gpi, 5.12.2019)