Ariane Rädler beim Abtransport.

Foto: Reuters/Sergei Belski

Österreichs Skidamen müssen den nächsten Ausfall und die nächste schwere Knieverletzung verkraften. Wie der Skiverband mitteilte, hat Ariane Rädler bei ihrem Sturz im zweiten Abfahrtstraining in Lake Louise (Kanada) einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Außenmeniskus im linken Knie erlitten. Bei einer MRI-Untersuchung in Calgary wurde zudem ein Einriss des Innenbandes diagnostiziert. Rädler (24) fällt somit jedenfalls bis Saisonende aus.

Die Vorarlbergerin, die zu Jahresbeginn als Abfahrts-24. in Cortina und Super-G-12. in Garmisch erstmals im Weltcup gepunktet hatte, flog am Freitag zurück nach Österreich. Sie wird sich – wohl in der Privatklinik Hochrum – einer Operation unterziehen. Rädler hält bei mittlerweile vier Kreuzbandrissen und damit einen traurigen Rekord. Bis dato war sie mit der auch schon dreimal operierten Teamkollegin Stephanie Brunner quasi ex aequo an der, nun ja, Spitze gelegen. Im A-Kader des ÖSV sind seit Anfang 2018 nicht weniger als 19 Kreuzbandrisse zu verzeichnen gewesen. Vor kurzem hatte der Standard 16 derartige Verletzungen aufgelistet, dabei aber den dritten Kreuzbandriss von Rädler sowie einen von Dominik Raschner außer Acht lassen.

Laut Christian Hoser, der in Hochrum viele Operationen an ÖSV-Aktiven durchführt, sind die Belastungen im Knie oft so hoch, dass es das Kreuzband "regelrecht zerfetzt". Das Band ist dann irreparabel, Hoser setzt in solchen Fällen als Ersatz eine Plastik ein. So können Verletzte auch nach mehreren Eingriffen in den Weltcup zurückkehren. Hoser: "Ad ultimo operieren kann man aber nicht." (fri, APA, 6.12.2019)