Auf der 25. Weltklimakonferenz herrscht noch Uneinigkeit.

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Madrid – Von den Protesten, die am Freitagnachmittag die spanische Hauptstadt Madrid bewegten, ist am Veranstaltungsort der UN-Klimakonferenz kaum etwas zu spüren. Lediglich vor dem Eingangstor der Messehalle versuchen Aktivisten auf die Auswirkungen eines höheren Fleischkonsums auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

Der Weltklimagipfel geht am Montag bereits in die zweite Verhandlungswoche. Während bisher Beamtendelegationen die Gespräche führten, reisen im Lauf der Woche Regierungsvertreter aus aller Welt an. Für Österreich wird Umweltministerin Maria Patek an den Verhandlungen teilnehmen.

Dann soll es "ans Eingemachte" gehen, ist aus Verhandlerkreisen zu hören. Bisher wurde vor allem auf technischer Ebene diskutiert, Einigungen bei kritischeren Punkten gab es dem Vernehmen nach nicht.

"Eher unaufregend"

Die bisherigen Gespräche waren "eher unaufregend", fasste einer der Verhandler die erste Woche zusammen. Bisher wurde vor allem über Details zu Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens verhandelt, das den weltweiten Kohlenstoffmarkt regeln soll. Hier herrscht nach wie vor Uneinigkeit zwischen den Staaten.

Aber nicht nur in der Konferenz selbst regiert der Dissens, sondern auch zwischen der Polizei und den Organisatoren der Klimademonstration, an der unter anderen die Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnahm. Während die Veranstalter von einer halben Millionen Teilnehmer sprachen, will die spanische Polizei am Freitag nur 15.000 Demonstrierende gezählt haben.

Gegengipfel für alle

Es ist jedenfalls zu erwarten, dass auch diese Woche wieder demonstriert wird. Denn während Beamte und Politiker in der Messehalle an Lösungen für die Klimakrise feilen, findet auf der Universität in Madrid eine Parallelveranstaltung zum UN-Gipfel statt. Am "Klimasozialgipfel" kann sich auch die Öffentlichkeit kritisch einbringen. (lauf, 8.12.2019)