2020 könnten die Speicherpreise um bis zu 30 Prozent anziehen.

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Nach deutlichen Anstiegen der Speicherpreise, unter anderem wegen Flutkatastrophen, die Fertigungsausfälle nach sich zogen, haben sich die Preise für RAM-Riegel, SSDs und andere Flashspeicher in diesem Jahr wieder deutlich nach unten entwickelt. Die Produktion wurde ausgebaut, gleichzeitig beruhigte sich die Nachfrage. Doch schon 2020 dürfte damit Schluss sein. Die Marktforscher von IC Insights rechnen mit einem deutlichen Anstieg.

Zwischen 27 und 37 Prozent sind die Preise heuer gesunken, was Konsumenten ein Upgrade von Festplatte auf SSD oder die Anschaffung eines neuen Rechners vergünstigt hat. Auch für OEMs war die Entwicklung erfreulich. Bald könnten die Kosten aber um bis zu 30 Prozent steigen.

Größerer Bedarf lässt Preise wohl steigen

Ursache dafür wird wohl ein massives Anziehen der Nachfrage nach DRAM-Chips sein. Insbesondere im Zuge der Errichtung von 5G-Netzen und der zunehmenden Attraktivität von Elektroautos sowie dem Ausbau von Serverfarmen für Clouddienstleistungen entsteht ein zusätzlicher Bedarf, der die Produktionskapazitäten stark auslasten wird und somit Preiserhöhungen nach sich zieht.

Wer über Upgrades oder die Anschaffung eines neuen Rechners nachdenkt, dem empfiehlt Heise, eventuell jetzt schon SSDs und RAM anzuschaffen. Damit ließen sich ein paar Dutzend Euro sparen, selbst wenn die restlichen PC-Komponenten erst später angeschafft werden. (red, 9.12.2019)