Achtung, es folgt ein "Game of Thrones"-Spoiler zur dritten Staffel der Serie!

Keine schöne Hochzeit.
Foto: HBO

Ned Stark ist tot, lang lebe Robb Stark. Dessen Aufgabe: den ermordeten Vater rächen. Dafür scheint zunächst alles nach Plan zu verlaufen in der neunten Folge der dritten Staffel von "Game of Thrones": "The Rains of Castamere". Doch dann erklingen auf der arrangierten Hochzeit die ersten schwermütigen Töne des gleichnamigen Liedes, und fünf Minuten später sind alle anwesenden Starks und ihr Gefolge tot, hingemetzelt von den Gastgebern. "The Lannisters send their regards." Ein letzter langer Schrei, dann ist der Bildschirm schwarz, der Abspann folgt ohne Musik. Eine wahrhaft traumatisierende Folge, doch eine, die sich ins kollektive Seriengedächtnis eingebrannt hat. Allerspätestens jetzt war allen klar: Die Serie nimmt keinerlei Rücksicht auf Fernsehkonventionen.

Gespräche, Gefühle, Wendepunkte

Über die besten Serien der letzten Jahre wurde an dieser Stelle bereits geredet. Doch innerhalb der meisten Serien gibt es eine Folge, die speziell heraussticht – sei es, weil sie technisch brillant ist, weil die Dialoge besonders ans Herz gehen oder weil nach ihr die Serie eine andere ist. Eine Folge, die, losgelöst von den anderen Ereignissen, ganz für sich allein dauerhaft in Erinnerung bleibt.

So wie in "Mad Men" die Folge "The Suitcase", die Don und Peggy in den Mittelpunkt stellt. Viel geschieht eigentlich nicht, ein Boxkampf, ein langer Arbeitstag, persönliche Gespräche, authentische Gefühle – eine Seltenheit bei "Mad Men" – und eine Samsonite-Kampagnenidee. Die Folge treibt die Handlung nicht wirklich voran, und doch berührt die platonische Intimität der kammerspielartigen Episode ihre Zuseher.

Auch "Master of None" liefert viele großartige Episoden. Eine fällt allerdings besonders auf – und dabei kommen in ihr die Hauptcharaktere kaum vor: In der Folge "New York, I Love You" werden in einzelnen, nur locker zusammenhängenden Episoden unterschiedlichste Stadtbewohnerinnen und -bewohner durch ihren Alltag, durch die kleinen und großen Freuden und Ärgernisse begleitet. Dabei sind die porträtierten Menschen so authentisch und sympathisch, dass man sich als Zuseher wünscht, die Serie würde länger bei ihnen verweilen. Jeder hat eine Geschichte.

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Hörtipp:

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