DER STANDARD

Wien – "Wir wollen unsere Shisha zurück!" oder "Shisha an die Macht!" – mit Plakaten wie diesen haben Freitagnachmittag die Shisha-Bar-Betreiber in der Wiener Innenstadt gegen das Rauchverbot protestiert. Mehrere hundert Teilnehmer zählte der Veranstalter, der Verband der Shisha Bar Betreiber Österreich (VSBÖ).

Mit kostenlosem Punschtrinken, Shisha-Rauchen, Musikprogramm und Ansprachen etwa vom Wiener Rapper Nazar wollten die Demonstranten darauf aufmerksam machen, dass rund 500 einschlägigen Bars in ganz Österreich von dem Verbot betroffen sind. Tausende Mitarbeiter sind wegen der neuen Gesetzeslage gewissermaßen vor der Kündigung, sagte Jakob Baran vom Verband im Vorfeld.

Gesetzliche Ausnahmeregelung

Die Demonstranten fordern eine gesetzliche Ausnahmeregelung, damit in ihren Lokalen wieder Wasserpfeifen gedampft werden dürfen.

Zuletzt wollten die Shisha-Bar-Betreiber die Nichtraucherregelung vor dem Verfassungsgerichtshof zu Fall bringen, scheiterten damit allerdings. Nun will man auf der Straße an die Politik appellieren, "zur Vernunft zu kommen", wie Baran es ausdrückt. Die Demo findet am Freitag ab 16.30 Uhr in der Löwelstraße statt. Dort haben nicht nur die Sozialdemokraten, sondern auch Grüne und Neos ihre Büros.

Keine Bühne für Politik

Der VSBÖ sieht sich als Vertretung der rund 500 einschlägigen Bars in ganz Österreich. "Die Frustration ist riesig", sagte Veranstalter Jakob Baran. Tausende Mitarbeiter stünden wegen der neuen Gesetzeslage gewissermaßen vor der Kündigung, beklagte Baran. Ob Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache – er war im November bei einer Raucher-Demo der Plattform "Room2Smoke" aufgetreten – auf der Bühne stehen würde, beantwortete Baran bereits im Vorfeld mit einem klaren Nein: "Wir haben keine Politiker eingeladen und wollen der Politik auch keine Bühne geben." (APA, Video: Ayham Yossef, Andreas Müller 13.12.2019)