Die weltweit erste SMS (Abkürzung für Short Message Service) wurde am 3. Dezember 1992 in Großbritannien verschickt.

Foto: AP

Die SMS verliert weiter an Bedeutung. 2018 wurden in Österreich nur mehr 2.227 Milliarden versendet, im Jahr 2012 waren es hingegen noch 7.754 Milliarden. Zwar liegen noch keine Zahlen für 2019 vor, aber laut der Telekom-Behörde RTR wurden im zwei Quartal dieses Jahres nur mehr 479 Millionen verschickt. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 8,9 Milliarden SMS versendet, das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr (2017: 10,3 Milliarden). Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2012 waren es 59,9 Milliarden SMS, so der deutsche Digitalverband Bitkom.

Whatsapp sorgt für den Niedergang

Für den Rückgang sorgen Messaging-Apps. In der Nutzerkommunikation haben wie WhatsApp, Telegramm oder Facebook Messenger die SMS weitestgehend verdrängt. Auch beim Online-Banking werden SMS nach und nach durch spezielle Apps abgelöst.

Erste SMS wurde 1992 verschickt

Die weltweit erste SMS (Abkürzung für Short Message Service) wurde am 3. Dezember 1992 in Großbritannien verschickt – von einem Computer an ein Handy. In den ersten 20 Jahren war der Dienst immer populärer geworden. Die höchstens 160 Zeichen umfassende Kurzmitteilung machte es erstmals möglich, Texte unabhängig von Ort und Zeit über das Mobilfunknetz zu übermitteln. Ursprünglich diente sie vor allem Mobilfunkanbietern dazu, ihre Kunden über eventuelle Netzstörungen zu informieren. Um 1994 nahm die Popularität der Kurznachricht auch unter Handy-Nutzern rasant zu. Im Jahr 2009 kam mit WhatsApp der Dienst auf den Markt, der Instant-Messengern zum Durchbruch verhalf. Seit 2013 befindet sich die SMS im freien Fall. (sum, 14.12. 2019)