Wichtiges Update für Safari

Foto: Patrick Semansky / AP

Wer sich durchs Web bewegt, der wird dabei durch eine Fülle unterschiedlicher Tracker verfolgt, die vor allem eines im Sinn haben: Informationen über die Nutzer für angepasste Werbung zu sammeln. Diese seit langem gängige Praxis ist zuletzt vermehrt in die Kritik gekommen, was wiederum dazu geführt hat, dass einzelne Hersteller mittlerweile gezielt gegen Tracker vorgehen. Einer davon ist Apple. Doch wie sich nun zeigt, hat man just mit diesen Schutzmaßnahmen erst recht neue Überwachungsmöglichkeiten eröffnet.

Umgehung

Mit dem Update auf iOS 13.3 hat Apple nun auch den Tracking-Schutz für sein Betriebssystem verschärft. Dies geht aus einem Blog-Eintrag des Webkit-Teams hervor. Sicherheitsforscher von Google hatten zuvor herausgefunden, dass die unterschiedliche Behandlung von Webinhalten, die aus Apples Intelligent Tracking Prevention (ITP) resultiert, für Angreifer zum Tracken der Nutzer verwendet werden kann.

Konkrete Details dazu, wie solch eine Spionage funktioniert, will man vorerst nicht verraten. Erst wenn der allergrößte Teil der Nutzer auf die neue Version aktualisiert hat, sollen weitere Informationen veröffentlicht werden.

Nebenschauplatz

Klar sind aber, welche Verschärfungen in Hinblick auf den Tracker-Schutz Apple sonst so mit der neuen Version vorgenommen hat. So werden Cookies von Drittseiten nun generell blockiert, wenn die Nutzer noch nie direkt mit der betreffenden Page interagiert haben. Außerdem werden Referrer bei seitenübergreifenden Anfragen jetzt immer verkürzt, so dass nur mehr die Domain aber nicht mehr die exakte Seite geliefert wird, von der man kommt. (apo, 16.12.2019)