Die Technologie hinter den Chips heißt "Near-Field-Communication" – ein Prinzip, nach dem auch kontaktloses Bezahlen mit Bankomatkarte funktioniert.

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Ein reiskorngroßer Chip, mit dem man die Eingangstüre öffnen, den Drucker bedienen oder Essen in der Kantine kaufen kann: Einen solchen hat sich jeder fünfte Mitarbeiter einer schwedischen Tui-Tochter einsetzen lassen. Die Mikrochips wurden bei einem Firmenevent offeriert und von der Firma bezahlt. Gezwungen worden sei jedoch niemand, betont Geschäftsführer Alexander Huber. Eine Mitarbeiterin, die sich chippen ließ, ist Marianne Stjernvall. Sie habe von den Mikrochips bereits vor längerer Zeit gehört, "und ich war neugierig", sagte die Schwedin zum STANDARD.

Schätzungen zufolge haben mittlerweile zwischen 4.500 und 5.000 Schweden einen Mikrochip implantiert. Die Chips kommen nicht nur am Arbeitsplatz zum Einsatz, sondern ersetzen auch schon die Mitgliedskarte im Fitnesscenter oder die Eintrittskarte ins Schwimmbad. Die staatliche Bahn nutzt sie ebenfalls.

Angst vor Überwachung?

Stjernvall sagt, dass sie keine Bedenken habe, von ihrem Arbeitgeber überwacht zu werden, weil sie wisse, dass das technisch nicht möglich sei. Einige STANDARD-User zweifeln das an. So meint beispielsweise "humanökologische Pyramide", dass er mit einem Chip in der Hand sehr wohl das Gefühl hätte, dass sein Arbeitgeber ihn kontrolliert:

User "chezgarando" bringt den Einwand, dass man auch über das Smartphone kontrolliert werden könne – möglicherweise sogar noch besser:

Wie stehen Sie dazu? Würden Sie sich, wenn sich die Möglichkeit bietet, mit einem Mikrochip ausstatten lassen? Stehen Sie derartigen Technologien grundsätzlich offen gegenüber, oder sind Sie lieber zunächst skeptisch? (lib, 19.12.2019)