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Die Telekom-Regulierungsbehörde RTR warnt erneut vor Ping-Anrufen zu den Feiertagen. "Wir haben letztes Jahr zu Weihnachten eine heftige Ping-Anruf-Welle registriert. Wir gehen davon aus, dass es auch heuer wieder Ping-Anrufwellen geben wird.", sagt RTR-Chef Klaus M. Steinmaurer.

Die Behörde verzeichnet seit rund drei Wochen Beschwerden zu Ping-Anrufen, bei denen die angezeigten Rufnummern mit +216 (Vorwahl Tunesien) und +222 (Vorwahl Mauretanien) beginnen. Neu sind Beschwerden zu Ping-Anrufen mit der Vorwahl +257 (Vorwahl von Burundi).

Die Angerufenen sollen so dazu verleitet werden zurückzurufen

Ping-Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: "ping") wieder abgebrochen. Die Ping-Rufnummer wird am Telefon-Display angezeigt. Die Angerufenen sollen so dazu verleitet werden zurückzurufen. Telefonnummern, die sich hinter den Ping-Anrufen verstecken, sind teure ausländische Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird, so die Warnung der RTR.

Wer bei einem Ping-Anruf abhebt, dem entstehen keine Kosten, es kann nichts passieren. Wer wiederholt Ping-Anrufe erhält, kann bestimmte Nummern bei Smartphones sperren lassen. Diese Funktion ist entweder im Betriebssystem integriert, auch gibt es eigene Apps dafür. (red, 20.12. 2019)