Ob das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat krebserregend ist, ist umstritten.

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Bayer hat in einem Glyphosat-Prozess die Unterstützung der US-Regierung erhalten. Das Justizministerium rief ein Bundesberufungsgericht dazu auf, ein Urteil aus Kalifornien aufzuheben, in dem ein Mann den Unkrautvernichter für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht hatte. Glyphosat sei, wie es die Bundesumweltbehörde EPA zuvor beurteilt hatte, nicht krebserregend, hieß es in dem Schreiben an das Gericht, das dort am Freitag eingegangen war.

Bezüglich der Unterstützung der US-Regierung zeigte sich der Pharmakonzern erfreut: "Wir freuen uns, dass die Vereinigten Staaten ihre Sichtweise in diesem Verfahren eingebracht haben, die mit unseren Argumenten in diesem Fall übereinstimmt"

Bayer sieht sich allein in den USA mit 42.700 Klagen zu Glyphosat konfrontiert. In den ersten drei Urteilen diesbezüglich war der Chemiekonzern jeweils zur Zahlung von zweistelligen Millionen-Beträgen verurteilt worden. Die Klagswelle hat sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. (Reuters, red, 21.12.2019)