Jürgen Klopp prangert unhaltbare Zustände an. Aber das Geld fließt.

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Liverpool – Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat das intensive Programm in der englischen Premier League rund um die Weihnachtsfeiertage als Verbrechen bezeichnet. Manche Teams seien gezwungen, innerhalb von 48 Stunden zwei Partien zu spielen. So etwa Meister Manchester City mit einem Auswärtsmatch am Freitag bei Wolverhampton und einem Heimmatch bereits am Sonntag gegen Sheffield United.

"Es ist absolut nicht okay", sagte Klopp. "Es gibt keinen Grund, dass Teams nicht mehr als 48 Stunden Zeit zwischen zwei Spielen bekommen. Es ist kein Problem, am Boxing Day (26. Dezember, Anm.) zu spielen, aber am 26. und am 28. ist ein Verbrechen." Liverpool selbst hat einen Tag mehr Pause, der Klub-WM-Sieger traf am Donnerstag auf Leicester und empfängt am Sonntag Wolverhampton. "Das ist wie Urlaub für uns", scherzte Klopp.

Zwei Partien im Zweitagesrhythmus haben neben Manchester City auch Brighton & Hove Albion, Everton, Watford und Manchester United zu bestreiten. Klopp: "Der Körper braucht eine gewisse Zeit, um wieder bereit zu sein. Aber wir ignorieren das völlig. Wir können sagen, was wir wollen, aber niemand hört zu." (APA, Reuters, 26.12.2019)