Kim verliert die Geduld

Spätestens am 1.1.2020 koreanischer Zeit ist es so weit: Die Annäherung der USA an Nordkorea ist – aller Voraussicht nach – zu Ende. Denn dann läuft ein Ultimatum von Machthaber Kim Jong-un an US-Präsident Donald Trump aus. Die geforderten "echten Verhandlungen" sind derzeit nicht in Sicht – neue Spannungen daher schon.

Kim Jong-un könnte man bald wieder öfter sehen. Mitschreiben wird dabei wohl nicht nur Vater Kim Jong-il (im Hintergrund).
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Taiwan ärgert China

Die Einwohnerinnen und Einwohner Taiwans treten am 11. Jänner an die Urnen. Sie werden damit wohl für Konflikt mit Peking sorgen, das die Insel als abtrünnige Provinz sieht: Denn als Favoritin gilt die unabhängigkeitsfreundliche Amtsinhaberin Tsai Ing-wen.

Für Tsai Ing-wen ist die Zeit vermutlich noch nicht abgelaufen.
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Impeachment gegen Trump

Das Repräsentantenhaus hat Mitte Dezember 2019 schon dafür gestimmt, nun liegt das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump beim Senat. Fixe Termine oder Fristen für den Prozess gibt es nicht – gerechnet wurde aber mit einem Start im Jänner.

Das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump läuft. Dass es kein politischer Wendepunkt wird, ist abzusehen – aber eben noch nicht sicher.
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Die Briten gehen wirklich

Jetzt aber in echt! Im vierten Anlauf soll Großbritannien am 31. Jänner aus der EU austreten. Damit ist der Brexit vollzogen, Ende Dezember lauert aber die nächste Engstelle – bis dann soll es zwischen London und Brüssel zu Einigungen über das zukünftige bilaterale Verhältnis kommen. Verzögerungen sind möglich.

Boris Johnson winkt zum Abschied.
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Von Wahl zu Wahl zu Wahl

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres wählt Israel am 3. März eine neue Knesset. Ob es diesmal klare Verhältnisse gibt oder ob auch 2020 mehr als eine israelische Wahl stattfinden wird, bleibt allerdings weiterhin offen.

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres schauen den Israelis im März bekannte Gesichter von den Plakaten entgegen. Der Herr ganz links steht allerdings erst im November und auch nicht in Israel zur Wahl.
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Duda oder nicht Duda

Bleibt der Griff der nationalkonservativen PiS-Partei auf die Macht in Polen fest? Die Präsidentenwahl, bei der sich der Amtsinhaber Andrzej Duda im Mai noch unernannter Konkurrenz stellt, wird es weisen.

Das ist hier die Frage.
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(Vor)wahlen in den USA

Bei den Republikanern ist Amtsinhaber Donald Trump der hohe Favorit für die Kandidatur zur US-Präsidentschaftswahl am 3. November. Bei den Demokraten ist das Rennen offen, weshalb deren Vorwahlen interessant werden. Sie beginnen am 3. Februar in Iowa, am 3. März geht in über einem Dutzend Bundesstaaten der Super Tuesday über die Bühne.

Der Bewerberfeld in der demokratischen Partei wird sich bald eindünnen. Wer gegen Donald Trump antritt, wird man wohl im späten Frühjahr wissen.
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(gian, mesc, 28.12.2019)