Eine undatierte Fotoaufnahme des russischen Verteidigungsministeriums zeigt den Start einer Langstreckenrakete.

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Moskau – Die russische Armee hat die erste Einheit mit Hyperschallraketen vom Typ Avangard in Betrieb genommen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident Wladimir Putin darüber informiert, dass das Raketenregiment seit Freitag, 10 Uhr funktionsfähig sei, teilte das Ministerium mit.

Im Dezember 2018 wurde angekündigt, die erste Einheit mit diesen Waffen werde bei Orenburg im Ural eingesetzt. Putin bezeichnete die Avangard-Raketen im Juni 2018 als "absolute Waffe". Die Interkontinentalraketen mit einer Reichweite von 4.000 Kilometern wurden im Dezember 2018 erstmals getestet. Die Fluggeschwindigkeit wurde von der Regierung mit Mach 20 angegeben, der 20-fachen Schallgeschwindigkeit. Sogar eine Geschwindigkeit von Mach 27 soll möglich sein – das wären mehr als 33.000 Kilometer pro Stunde.

"Praktisch unbesiegbar"

Da das Ziel und die Flughöhe noch im Flug geändert werden können, bezeichnete Putin den Raketentyp als "praktisch unbesiegbar". Er glaube nicht, dass irgendein Land in den kommenden Jahre über eine solche Waffe verfügen werde. "Wir haben sie bereits."

Nach russischen Angaben können die Avangard-Raketen jeden derzeit bestehenden Raketenschild durchbrechen. Im kommenden Jahr sollen die russischen Streitkräfte mit einem weiteren Waffentyp ausgerüstet werden, der von Putin als "unbesiegbar" bezeichnet wurde. Es handelt sich um die Interkontinentalrakete Sarmat in ihrer fünften Baureihe. (APA, 27.12.2019)