Angekommen um zu bleiben.

Foto: REUTERS/Daniele Mascolo

Ausgestiegen um sich zu zeigen.

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Mailand – Die Limousine mit dem Heilsbringer bahnte sich nur langsam den Weg durch die jubelnde Menge. Mit breitem Grinsen genoss Zlatan Ibrahimovic den Applaus der Milan-Fans, der stürmische Empfang am Flughafen Linate war ganz nach dem Geschmack des exzentrischen Fußball-Stars. "Ich bin da, endlich. Das San Siro wird vor Freude brodeln. Das ist mein Zuhause", sagte Ibrahimovic, der von Sportchef Zvonimir Boban in Empfang genommen wurde, wenige Augenblicke nach der Landung.

Der 38-Jährige, der bereits von 2010 bis 2012 für die Lombarden und zuletzt für den US-Klub Los Angeles Galaxy spielte, soll beim AC Mailand einen Vertrag bis zum Saisonende mit einer erfolgsabhängigen Option unterschreiben. Noch am Donnerstag absolvierte der Torjäger den Medizincheck, danach soll das Engagement, das ihm angeblich rund dreieinhalb Millionen Euro einbringt, auch offiziell perfekt gemacht werden. Am Freitag folgt dann die Vorstellung.

Bereits vor seiner Ankunft hatte sich Ibrahimovic in typischer Manier mit einem Post auf Twitter selbst angekündigt: Ein schwarz-weißes Bild von seinen Füßen mit der Bildunterschrift "Arroganz nein, Selbstvertrauen". Milan-Trainer Stefano Pioli schwärmte von seinem neuen Schützling: "Ibrahimovic ist ein Leader. Ein Krieger mit großen Charisma."

Ibrahimovic soll den Rossoneri, die in der Serie A auf einem enttäuschenden elften Platz liegen, wieder den Glanz vergangener Tage verleihen. Zuletzt kassierte der Traditionsverein ein 0:5 bei Atalanta Bergamo. Der Stadtrivale und Tabellenführer Inter liegt 21 Punkte vor dem neuen, alten Klub von Ibrahimovic.

Die Aufgabe bei Milan könnte für den Angreifer kaum schwieriger sein. Die letzte Meisterschaft ist neun Jahre her – damals noch mit Ibrahimovic. Der Schwede, der in seinem Heimatland elfmal zum Fußballer des Jahres gewählt worden war, gewann mit Milan einen seiner vier italienischen Titel. Ibrahimovic hatte Mitte November nach zwei Spielzeiten LA Galaxy verlassen.

Sein Comeback im Milan-Trikot könnte er bereits im ersten Spiel des neuen Jahres gegen Sampdoria Genua am Montag im heimischen San Siro feiern. Das Stadion wird brodeln. (sid, 2.1.2020)