Polizeieinsatz in Villejuif.

Foto: AP/Michel Euler

Paris – Bei einer Messerattacke in der Stadt Villejuif bei Paris sind am Freitag der Täter und eines seiner Opfer getötet worden. Die Polizei erschoss den Angreifer, über dessen Identität und Motiv sich die leitende Ermittlerin Laure Beccuau zunächst nicht äußern wollte. Sie erklärte aber, es habe auch zwei Verletzte gegeben. Sie würden im Krankenhaus behandelt. Zu dem Angriff kam es in einem öffentlichen Park, den die Polizei anschließend weiträumig absperrte. Villejuif liegt rund acht Kilometer südlich von Paris. Die französische Hauptstadt wurde in den vergangenen vier Jahren immer wieder von Anschlägen erschüttert.

Der Verdächtige habe versucht, noch weitere Menschen anzugreifen, sagte Beccuau weiter. Ihnen sei aber die Flucht gelungen. Frankreichs stellvertretender Innenminister, Laurent Nunez, sagte, es hätte wahrscheinlich noch mehr Opfer gegeben, wenn die Polizei den Angreifer nicht erschossen hätte. "Das war eine extrem mutige Tat", würdigte er den Einsatz der Beamten.


Erst im Oktober waren im Pariser Polizei-Hauptquartier vier Menschen von einem IT-Spezialisten erstochen worden, der für die Polizei arbeitete. Auch er wurde von Polizisten erschossen. Ermittlern zufolge stand der Angreifer unter dem Einfluss radikaler Islamisten. Im November 2015 starben bei Anschlägen von Islamisten auf das Kulturzentrum Bataclan und andere Einrichtungen in Paris 130 Menschen. (Reuters, 3.1.2020)

Villejuif bei Paris.