Im Dezember kündigte Boeing an, die Fertigung der 737 Max ab Jänner vorübergehend komplett einzustellen.

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Fort Worth / Chicago – American Airlines hat sich nach eigenen Angaben mit dem Flugzeughersteller Boeing auf einen Schadenersatz für den Ausfall des Typ 737 Max im vergangenen Jahr verständigt. Demnach soll sich der Schadensersatz über mehrere Jahre erstrecken. Über 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) aus der Schadenersatzsumme sollen für die Gewinnbeteiligung der American-Mitarbeiter ausgegeben werden.

Boeing erklärte dazu, Verhandlungen mit Fluglinien würden nicht kommentiert. Nach dem Absturz zweier Maschinen der Reihe 737 Max bei den Fluglinien Lion Air (Indonesien) und Ethiopian Airlines im März mit insgesamt 346 Toten verhängten Behörden weltweit ein Flugverbot für den Typ. Konzernchef Dennis Muilenburg musste seinen Hut nehmen. Im Dezember kündigte Boeing an, die Fertigung der 737 Max ab Jänner vorübergehend komplett einzustellen. Die Krise kostete den Konzern rund um Entschädigungen für Angehörige von Absturzopfern und Geschäftskunden mehre Milliarden Dollar.

Höhere Verschuldung

Der US-Flugzeugbauer erwägt einem Medienbericht zufolge eine höhere Verschuldung, um seine Finanzen nach dem Flugverbot für die 737 Max zu stärken. Boeing denke auch darüber nach, einige Investitionen zu verschieben, Akquisitionen einzufrieren und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu kürzen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

Boeing reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters für eine Stellungnahme. Die Aktien des Flugzeugherstellers fielen im vorbörslichen Handel um 1,2 Prozent. (APA, Reuters, 7.1.2020)