"Solang ich das Schnitzel noch beißen kann und es nicht lutschen muss ..." ist nur eines der Argumente dagegen, Vegetarier zu sein. Verweise auf die Ernährungsgeschichte des Menschen sind ein weiterer Grund. Und dann gibt es natürlich noch die gesundheitlichen Risiken einer Mangelernährung, die man fürchten kann, wenn man sich vegan ernährt.

Traum oder Albtraum: Sehen Sie hier ein nahrhaftes Essen oder eine überdimensionale Beilage, noch dazu kalt?
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Gerade die Gesundheit ist komischerweise auch ein Argument, das Vegane und Vegetarier gerne dafür nutzen, die eigene Ernährung zu rechtfertigen. Tierschutz ist allerdings der wichtigste Grund. Das zeigt eine Statista-Studie von 2017, in der 47 Prozent der Menschen, die sich fleischlos ernähren, Berichte über Massentierhaltung für diese Entscheidung angaben.

Die Leichtigkeit des Einschneidens

Ebenfalls spannend ist, dass viele gar nicht daran denken, sich vegan oder vegetarisch zu ernähren, weil ihnen das viel zu kompliziert sei, während in der obengenannten Studie 91,7 Prozent der befragten Vegetarier und Veganer sagten, dass ihnen diese Ernährungsweise leichtfalle.

Umweltschutz auf der einen Seite steht den wirtschaftlichen Interessen auf der anderen Seite gegenüber. Fleischesser fürchtet um die Bergbauern und den Verlust von Kulturland.

Entscheidungsfindung

Aber es geht ja an dieser Stelle nicht darum, was die anderen denken. Wir wollen wissen, welche Argumente für Sie die relevantesten sind. Wenn Sie es im Text bis hierher geschafft haben, gehen wir nämlich davon aus, dass Sie sich mit dem Thema bereits intensiv beschäftigt haben.

Hier ein Blick auf den Grill eines vegetarischen Würstelstands. Auch die Fastfood-Branche will die Vegetarier zu ihren Kunden zählen.
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Würde es Ihnen schwerfallen, regelmäßig oder ständig auf Fleisch zu verzichten? Schmecken Ihnen Fleischersatzprodukte? Haben Sie diese schon einmal probiert? Versuchen Sie andere von Ihrer Ernährungsweise zu überzeugen? Vor allem den sechs Prozent Vegetariern und Veganern sagt man ja nach, hier mitunter recht schonungslos aufzutreten. Wie gehen Sie mit Essenseinladungen um, wenn Sie wissen, dass es gegen Ihren Willen (kein) Fleisch gibt? Meiden Sie bestimmte Lokale? Oder wagen Sie sich auch einmal in die Esstempel der anderen Fraktion?

Wo Schluss ist

Uns würde natürlich auch interessieren, welche Argumente bei Ihnen gar nicht gut ankommen, welche Vorurteile Sie schon gar nicht mehr hören können und bei welchem Punkt bei Ihnen der Ofen endgültig aus ist und die Kuchl halt kalt bleibt. (Guido Gluschitsch, 10.1.2020)