Carlos Ghosn soll in einem Instrumentenkoffer aus Japan gebracht worden sein.

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Beirut – Die libanesische Staatsanwaltschaft Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn mit einem Reiseverbot belegt. Damit habe sie auf den von Interpol ausgestellten Haftbefehl reagiert. Dieser wurde von Japan angefordert und den libanesischen Behörden vor einigen Tagen zugestellt.

Im Dezember war der 65-Jährige spektakulär aus Japan über die Türkei in seine Heimat Libanon geflohen. In Japan wird ihm finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen. Er habe Einkommen falsch deklariert und Geld seines Unternehmens veruntreut. Ghosn bestreitet all dies. Sein Anwalt beteuerte indes, dass sein Mandant vollstes Vertrauen in die libanesische Justiz habe. (Reuters, 9.1.2020)