Louis Schaub

REUTERS/Wolfgang Rattay

Hamburg/Köln – Österreichs Fußball-Teamspieler Louis Schaub hat einen neuen Verein gefunden. Der 25-jährige Mittelfeldspieler, der noch bis zum 30. Juni 2022 beim deutschen Bundesligisten 1. FC Köln unter Vertrag steht, wechselt auf Leihbasis bis zum Ende der laufenden Saison eine Liga tiefer zum Hamburger SV. Dort sind mit Martin Harnik und Lukas Hinterseer zwei weitere Offensivakteure aus Österreich engagiert.

"Ich freue mich sehr, dass der Wechsel funktioniert hat. Als das Angebot vom HSV kam, musste ich nicht lange überlegen", sagte Schaub laut einer Mitteilung des Clubs, der auf dem zweiten Platz hinter Arminia Bielefeld überwintert. "Der HSV ist ein großer Club in Deutschland, und ich bin davon überzeugt, dass wir in der Rest-Rückrunde erfolgreich sein können. Ich möchte mich schnell integrieren und dabei helfen, das große Ziel zu erreichen."

Die Hamburger finalisierten damit noch rechtzeitig vor dem Start des Trainingslagers den ersten Transfer in dieser Wechselperiode. "Louis Schaub ist ein Spieler mit sehr viel Offensivqualität. Wir konnten zunächst gar nicht glauben, dass so ein Akteur auf den Markt gekommen ist", erklärte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. "Er ist sehr vielseitig im Offensivbereich und gibt uns damit eine weitere, qualitativ hochwertige Option."

Schaub startete seine Profi-Laufbahn beim österreichischen Rekordmeister Rapid. Nach seinem Wechsel zum FC Köln im Sommer 2018 etablierte er sich in der Vorsaison in Deutschland und half mit, den Traditionsverein wieder in die Bundesliga zu schießen. Schaub, der im offensiven Mittelfeld zentral sowie auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann, gelangen drei Treffer und 13 Vorlagen.

In der obersten Spielklasse kam ihm aber spätestens nach der Verpflichtung des neuen Trainers Markus Gisdol keine Rolle mehr bei den Rheinländern zu. Ihm wurde daher nahegelegt, sich einen neuen Club zu suchen.

Schaub, der im deutschen Fulda geboren wurde, absolvierte insgesamt 14 Spiele für die ÖFB-Auswahl, in denen er fünf Treffer erzielte. Während der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 war er fixer Bestandteil der Aufgebote von Teamchef Franco Foda. Meistens kam er als Wechselspieler zum Einsatz. (APA; 11.1.2019)