Der Draft: 2019 in Vancouver, 2020 dann in Montreal.

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Wien – Österreichs Eishockey-Talent Marco Rossi gilt als heißer Kandidat für die Top Ten im NHL-Draft am 26. und 27. Juni 2020 in Montreal. Im Jänner-Ranking des Central Scouting Service (CSS) wurde der 18-jährige Vorarlberger als Nummer 5 in Nordamerika eingestuft. CSS attestiert dem Center "hohen Hockey-IQ und gute Hände".

In der am Montag veröffentlichten Liste scheinen in der Kategorie Feldspieler Nordamerika auch der Kärntner Thimo Nickl (Nr. 51) und der im Dezember eingebürgerte Senna Peeters (Nr. 62) auf. In der Kategorie International fanden der 19-jährige Benjamin Baumgartner vom HC Davos (Nr. 81) und der 17-jährige Leon Wallner aus dem Nachwuchs von Södertälje (Nr. 112) Berücksichtigung.

Rossi spielt seine zweite Saison für die Ottawa 67ers und ist mit 74 Punkten (26 Tore, 48 Assists) aus 32 Spielen und durchschnittlich 2,31 Punkten pro Partie nicht nur Topscorer der Ontario Hockey League (OHL), sondern auch aller drei großen kanadischen Juniorenligen. Mit 73 Punkten aus 34 Spielen folgt Alexis Lafreniere, den das CSS als Nummer eins im Draft einschätzt. Rossi führt an Assists und mit +47 in der Plus-Minus-Wertung (bei Toren bzw. Gegentoren auf dem Eis) ebenfalls die OHL an.

Vorgänger Vanek und Grabner

Der Center wäre erst der dritte Österreicher, der in der ersten Draft-Runde gewählt wird. Thomas Vanek war 2003 die Nummer 5 (Buffalo Sabres), Michael Grabner 2006 die Nummer 14 (Vancouver Canucks). Seit Grabner (und Andreas Nödl) vor 14 Jahren sind keine rot-weiß-roten Talente mehr im Draft gezogen worden.

Diesmal könnten es sogar mehr werden. Denn neben Rossi dürfen sich auch Verteidiger Nickl (Drummondville Voltigeurs) und Stürmer Peeters (Halifax Mooseheads) gute Chancen auf eine NHL-Karriere ausrechnen. Der 18-jährige Kärntner Nickl ist in seinem ersten Jahr in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) mit 25 Punkten (6 Tore, 19 Assists) viertbester Verteidiger. Der ebenfalls 18-jährige, gebürtige Belgier Senna hält bei 12 Toren und 5 Assists. Baumgartner und Wallner haben geringe Chancen, wenn sich Ende Juni die 31 Clubs der National Hockey League die Rechte an den Top-Talenten sichern.

Das CSS erstellt unverbindliche Ranglisten und Einschätzungen, die den Clubs als Orientierung dienen. (APA; 13.1.2019)