Devisentausch in Nantong.

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Washington – Die USA beschuldigen China in einem weiteren Signal der Entspannung im Handelsstreit nicht mehr der Währungsmanipulation. Das gab Finanzminister Steve Mnuchin zwei Tage vor der Unterzeichnung eines Teilhandelsabkommens zwischen Washington und Peking bekannt.

In dem Abkommen habe China "durchsetzbare Zusagen" gemacht, seine Währung nicht mehr künstlich zu Wettbewerbszwecken abzuwerten, erklärte Mnuchin am Montag.

Die USA hatten China im Sommer offiziell der Währungsmanipulation beschuldigt, nachdem der Yuan auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahrzehnt gesunken war. Der Vorwurf lautete, dass China seine Währung künstlich abwerte, um seiner Wirtschaft einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Ein schwacher Yuan erleichtert chinesische Exporte, weil chinesische Waren dann billiger sind. US-Präsident Donald Trump hat China immer wieder unfaire Handelspraktiken vorgeworfen.

China bleibt unter Beobachtung

Das US-Finanzministerium schrieb nun an den US-Kongress unter anderem, der Yuan sei wieder stärker geworden. China wird fortan aber auf einer Liste mit Staaten geführt, die unter Beobachtung stehen – darauf befinden sich etwa auch Deutschland, die Schweiz und Südkorea.

Der Schritt ist ein weiteres Entspannungssignal im seit fast zwei Jahren währenden Handelsstreit. Beide Seiten werden am Mittwoch in Washington ein Teilhandelsabkommen unterzeichnen. Unter anderem sagt China zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren. Die USA verzichten auf neue Strafzölle und senken teilweise vorhandene Zölle. (APA, AFP, Reuters, 13.1.2020)