Warum sich das Loch auftat, ist Gegenstand von Untersuchungen.

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Peking – In der westchinesischen Provinz Qinghai sind mindestens sechs Menschen beim Sturz in ein plötzlich auftretendes Straßenloch getötet worden. Zudem gab es 16 Verletzte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete. Vier weitere Menschen wurden nach dem Unglück in der Stadt im Norden Tibets, Xining, noch vermisst. Der Krater hatte sich plötzlich vor einem Krankenhaus geöffnet und einen vorbeifahrenden Bus sowie mehrere Passanten verschluckt.

Rettungskräfte beginnen damit, den Bus zu bergen.
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Auf einem vom Fernsehsenders CGTN veröffentlichten Video war zu erkennen, wie ein Bus in den entstandenen Krater stürzte, worauf es zu einer Explosion kam. Das Loch in der Straße hatte demnach einen Durchmesser von etwa zehn Metern. Videoaufnahmen zeigten, wie an der Bushaltestelle vor dem Krankenhaus Panik ausbrach.

Menschen versuchten zu flüchten, als die Straße vor ihnen plötzlich einbrach. Der Bus kippte um und versank zur Hälfte im Boden. Mehrere Passanten verschwanden ebenfalls in dem Erdloch, darunter offenbar auch ein Kind.

Die Such- und Rettungsarbeiten hielten laut CCTV an. Zur Einsturzursache werde ermittelt.

Grobe Infrastrukturprobleme in China

In China kommt es wegen Konstruktionsfehlern immer wieder zu plötzlichen Erdfällen. Im vergangenen Februar waren in der südchinesischen Stadt Foshan (Provinz Guangdong) zehn Menschen ums Leben gekommen, nachdem eine achtspurige Straße auf einer Fläche von der Größe zweier Basketballfelder zusammengebrochen war. 2013 kamen in der südlichen Metropole Shenzhen fünf Menschen ums Leben, als sich in einem Industriegebiet plötzlich ein zehn Meter breiter Krater öffnete. (APA, 14.1.2020)