Eine Milliarde tote Tiere und 30 menschliche Todesopfer sind die Bilanz der historischen Riesenbrände, von denen sich der australische Kontinent nicht so schnell erholen wird. Die Langzeitfolgen der Katastrophe, die den Kontinent heimsucht, sind kaum abzusehen.

Doch es gibt auch kleine Hoffnungsschimmer: Nach den verstörenden Bildern der beispiellosen Vernichtung der Flora und Fauna keimt nun vielerorts ein Lichtblick auf. Bilderstrecken australischer Profifotografen zeigen erste zarte Pflänzchen, die aus dem verbrannten Boden und auf den verkohlten Bäumen wachsen. Aufgenommen wurden die Bilder in Gebieten, die – vor etwas mehr als einem Jahr – von Buschfeuern betroffen waren, aber auch in Wäldern, die im September 2019 anfingen zu brennen.

Außerdem gibt es die ersten Fotos von geretteten Koalabären, die gerettet und zur Behandlung in den Wildlife Park auf Kangaroo Island gebracht wurden. (red, 16.1.2020)

Eine Pflanze sprießt aus dem verkohlten Boden im Nattai-Nationalpark, am 16. Januar 2020. Die Brände haben in diesem Gebiet seit September 2019 10,3 Millionen Hektar zerstört, aber die Brandgefahr wurde durch Regen in mehreren Gebieten verringert. In einigen Wäldern sind nach dem Regen bereits die ersten grünen Knospen entstanden.

Foto: AP/Rick Rycroft

Dieser Baum in der Region Peregian Beach gibt nicht auf.

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Kelvin Johnson Right und Amanda Shields vom Aboriginal Land Council in Darkinjung kauen an der Wurzel einer Xanthorrhoea australis oder Black-Boy-Pflanze im Buschland, das durch Feuer im Dezember 2018 zerstört wurde.

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Eine Pflanze, die aus der verkohlten Baumrinde herausragt. Aufgenommen in Kalnura, New South Wales.

Foto: EPA/JOEL CARRET

Nach mehr als einem Jahr wachsen in Kalnura, New South Wales, die ersten Pflanzen zwischen verkohlten Bäumen.

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Die Fotos in Kalnura wurden am 15. Jänner 2020 aufgenommen.

Foto: EPA/JOEL CARRET

Grüner Spross sprießt aus dem Stamm eines vom Buschfeuer angekohlten Baumes. Peregian Beach und Peregian Breeze Estate waren im September 2019 von einem Buschfeuer schwer betroffen.

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Unzählige Tiere kamen in den Buschfeuern ums Leben, aber auch Hunderte von Koalas wurden gerettet. Die verletzter Koalas werden in einem behelfsmäßigen Feldkrankenhaus im Kangaroo Island Wildlife Park auf Kangaroo Island wegen Verbrennungen behandelt.

Foto: Peregian Beach

Dieser Koala wartet noch auf seine Behandlung.

Foto: APA/AFP/PETER PARKS/ PETER PARKS

Betäubte Koalas schlafen in Körben, nachdem sie behandelt wurden.

Foto: APA/AFP/PETER PARKS