Gegen die Anlage wurde bereits im Vorfeld protestiert.

Foto: ichhabdawastv / Michael Schober

Theresienfeld – Die geplante Abfallbehandlungsanlage in Theresienfeld (Bezirk Wiener Neustadt) muss einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden. Wie Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) am Donnerstag mitteilte, stellte die niederösterreichische Landesregierung die Pflicht eines UVP-Verfahrens für das Projekt fest. "Die Bedenken der Bevölkerung" seien ernst genommen worden, befand Schneeberger.

500.000 Tonnen Müll, 350 LKWs

"Ich darf daran erinnern, dass laut Berichten geplant ist, auf dem 42.000 Quadratmeter großen Grundstück bis zu 500.000 Tonnen Abfall pro Jahr zu behandeln", hielt Schneeberger, gleichzeitig Obmann des ÖVP-Klubs im niederösterreichischen Landtag, in einer Aussendung fest. Die Müllmenge würde täglich etwa 350 zusätzliche Lkw in die Region bringen. Schneeberger kündigte auch ein mögliches Einbringen der Stadt Wiener Neustadt im UVP-Verfahren an.

Die geplante Anlage würde im Ortsgebiet von Theresienfeld liegen.

Gegen die Abfallbehandlungsanlage hatte sich in den letzten Monaten Widerstand in der Gemeinde Theresienfeld und im Bezirk Wiener Neustadt formiert. Unter anderem fanden mehrere Protestkundgebungen gegen das Vorhaben statt. (APA, 16.1.2020)