Schmeckt ohne Verpackung eh am besten: Nestles allerseits bekannte KitKat-Schnitte

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Zürich – Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé will stärker auf Verpackung aus wiederverwertetem Kunststoff setzten. Bis 2025 soll der Einsatz von neuem Plastik um ein Drittel gesenkt werden, erklärte der Weltmarktführer aus Vevey am Genfersee am Donnerstag. Die Maßnahme ist Teil der Strategie, bis 2025 nur noch wiederverwendbare oder recyclingfähige Verpackungen zu verwenden.

Das Unternehmen will dafür 1,5 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) Mehrkosten in Kauf nehmen. Dank Effizienzsteigerungen soll sich das im Gewinn allerdings nicht niederschlagen. Zudem kündigte Nestlé einen mit 250 Millionen Franken dotierten Wagniskapitalfonds an, um in Start-ups für nachhaltige Verpackungen zu investieren.

KitKat-Riegel und Maggi-Suppen

Umweltschützer prangern den Hersteller von KitKat-Schokoriegeln und Maggi-Suppen regelmäßig als einen der weltweit größten Verursacher von Plastikmüll an. Rivale Unilever will den Einsatz von neuem Plastik bis 2025 halbieren. Nestlé-Chef Mark Schneider sagte, dieses Ziel habe die Messlatte für die Industrie hoch gelegt, allerdings müssten die meisten Kunststoffverpackungen von Unilever nicht lebensmitteltauglich sein.

Im April 2019 forderte Greenpeace von Nestle öffentlich den Verzicht auf nicht wiederverwertbare Verpackungen
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Nur zwei Prozent der Plastikverpackungen, die Nestlé im vergangenen Jahr verwendet hat, waren aus wiederverwertetem Material. Allerdings liege der Anteil bei den Konkurrenten Unilever und Mars noch einmal darunter, schreibt die "Financial Times". Während der Anteil an wiederverwertetem Plastik bei Unilever unter einem Prozent liegt, verwendet Mars überhaupt kein recyceltes Plastik. (Reuters, 16.1.2020)