Die Türkei kämpft seit Oktober in einer umstrittenen Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz.

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Damaskus – Bei einem Autobombenanschlag im Norden Syriens sind offiziellen Angaben zufolge drei türkische Soldaten getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Ankara veröffentlichte Freitagfrüh die Namen und Fotos der Männer auf Twitter. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete in der Nacht, dass die Bombe am Donnerstag während einer Straßenkontrolle detoniert sei.

Die Türkei hat im Oktober eine umstrittene Militäroffensive im Norden Syriens begonnen. Sie kämpft dort gegen die kurdische YPG-Miliz, die sie als Terrororganisation einstuft. Die Region, in der die Soldaten getötet wurden, ist den Informationen zufolge Teil einer mittlerweile von der Türkei kontrollierten Zone. In einem Tweet von Justizminister Abdulhamit Gül hieß es in der Nacht, der Anschlag habe sich in oder nahe der Grenzstadt Tall Abjad ereignet.

Schon vergangene Woche mindestens vier Tote

Erst in der vergangenen Woche waren nach türkischen Angaben bei einem Autobombenanschlag in derselben Region vier türkische Soldaten getötet worden. Der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge waren es sieben Tote. (APA/dpa, 17.1.2020)