DER STANDARD

Einen hitzigen Schlagabtausch unter reger Beteiligung von Usern haben sich der Historiker Lothar Höbelt und die Chefin der ÖH an der Uni Wien, Jasmin Chalendi, am Dienstag geliefert.

Die Uni-Politikerin verteidigte in einer neuen Ausgabe von "DER STANDARD mitreden" die Blockadeaktionen von Demonstranten gegen die Vorlesung Höbelts: Über Geschichtsrevisionismus könne man nicht diskutieren, dieser habe keinen Platz an der Uni.

Höbelt entgegnete scharf: Die Vorwürfe gegen ihn seien "grotesk". Die Demonstranten nennt er gewaltbereit. Und er provoziert erneut: Zeitzeugen aus der NS-Zeit an Schulen zu holen findet er falsch.

An der Uni führten Höbelts Lehrveranstaltungen zu hitzigen Diskussionen. 150 großteils vermummte Personen hatten vor einer Woche den Hörsaal gestürmt und die Vorlesung durch Blockade verhindert. Rektor Heinz Engl wehrte sich gegen Vereinnahmung durch Linke und Rechte. Die letzte Vorlesung im zu Ende gehenden Wintersemester im Hörsaal 50 am Dienstag verlief wieder störungsfrei. (Andreas Müller, Ayham Yossef, András Szigetvari, 21.1.2020)