Der Support für Windows 7 ist mittlerweile ausgelaufen, und das ist ein Problem.

Foto: Mark Lennihan / AP

Rund eine Woche ist es her, da hat Microsoft den sprichwörtlichen Stecker gezogen. Seit dem 14. Jänner wird Windows 7 mit keinerlei Updates mehr versorgt. Für Unternehmen und Behörden gibt es aber einen Ausweg: Sie können sich nämlich einen erweiterten Support von Microsoft zukaufen. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" macht genau davon auch die deutsche Bundesregierung Gebrauch – und das kommt sie ziemlich teuer zu stehen.

Kostenrechnung

Rund 800.000 Euro soll die öffentliche Hand in Deutschland alleine im ersten Jahr der erweiterte Support für Windows 7 kosten. Insgesamt seien noch immer 33.000 Arbeitsplatzrechner in den Behörden mit der veralteten Softwareversion ausgestattet, das käme auf einen Preis von rund 25 Euro pro PC. Bisher hat Microsoft öffentlich keine Zahlen zu den Kosten für den erweiterten Support kommuniziert.

Gefährliches Spiel

Kritik an dieser Vorgangsweise gibt es aus der grünen Fraktion. Fraktionsvize Konstantin von Notz wirft der Regierung vor, dass durch "ihre massiven Versäumnisse" die "IT-Systeme von Kanzleramt, Bundesministerien und Bundesbehörden nur unzureichend geschützt sind". Damit spielt Notz wohl auf die Begrenzungen des erweiterten Supports an. Deckt dieser doch nur "kritische" und "wichtige" Sicherheitslücken ab, sicherheitsrelevante Probleme mit niedrigere Gefahreneinschätzung werden hingegen auch hier nicht mehr geschlossen. Ein gewisses Restrisiko bleibt also, zumal sich diese Einschätzungen im Nachhinein nicht immer als korrekt herausstellen.

Realität

Alleine ist die deutsche Regierung mit dieser Situation allerdings nicht. Auch andere Firmen und Behörden haben den Wechsel noch nicht vollzogen. Weltweit gesehen setzen derzeit laut aktuellen Statistiken noch immer fast ein Viertel aller Internetnutzer auf die abgelaufene Windows-Version. (red, 22.1.2020)