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Überzeigender Auftritt von Miriam Ziegler und Severin Kiefer.

Foto: REUTERS/BRONIC

Premstätten – Österreichs Vorzeige-Eiskunstläufer Miriam Ziegler und Severin Kiefer haben am Mittwoch zum Auftakt der EM in Graz-Premstätten überzeugt. Die beiden zauberten ein sauberes Kurzprogramm auf das Eis der Steiermarkhalle und wurden dafür mit ihrer persönlichen Bestnote von 67,90 Punkten belohnt. Das ergab Rang sechs, auf den dritten Rang fehlen aber nur 5,6 Zähler.

Die Lokalmatadore werden nun am Freitag (19.00 Uhr) in der Kür angreifen, gilt doch dieser Wettkampfteil als ihre Stärke. Entscheidend könnte noch werden, dass ihnen das Kurzprogramm erstmals in dieser Saison international sehr gut gelungen ist. Erst Mitte November hatten sie sich mit ihrem Coach Knut Schubert dazu entschlossen, das im Sommer neu einstudierte, nicht funktionierende Kurzprogramm durch das vorherige von Olympia 2018 zu ersetzen.

"Richtige Entscheidung"

"Es war die richtige Entscheidung mit dem Wechsel", sagte die 25-jährige Ziegler nach der geglückten Vorstellung. "Es war eine Anspannung, da, da wir zu Hause vor so vielen Menschen laufen und wissen, dass das Kurzprogramm diese Saison nicht unsere Stärke war." Dementsprechend emotional und freudig war die Reaktion der beiden am Programmende, Kiefer hatte auch schon während der knapp drei Minuten langen Präsentation die Faust geballt.

"Als die Miriam den Wurf gelandet ist, war das für mich erste Reihe fußfrei ein wunderschönes Gefühl", bezog sich der Salzburger auf den geworfenen Dreifach-Flip, das dritte Wurfelement in ihrem Kurzprogramm. Alle haben sie geklappt. "Und dann noch dazu die Reaktion von den Zuschauern", ergänzte der 29-Jährige. Die Fans standen voll im Lager ihrer Landsleute. "Wir haben schon beim Vorstellen gemerkt, dass da die Halle gebebt hat."

Ihre deutschen Trainingspartner Minerva Fabienna Hase/Nolan Seegert hatten unmittelbar vor ihnen mit 70,43 Zählern ebenso persönliche Bestleistung markiert, Ziegler/Kiefer ließen sich davon aber nicht rausbringen. Ziegler: "Wir wissen, dass sie die ganze Saison über im Kurzprogramm stärker waren als wir. Das hat uns jetzt nicht wahnsinnig überrascht, dass sie so viele Punkte bekommen haben." 2,5 Zähler seien aber aufzuholen, so Kiefer.

Patzer

Im inner-russischen Medaillenkampf leisteten sich die zweifachen Ex-Europameister Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow einen heftigen Patzer und sind damit nur Dritte (73,50). Klar an der Spitze liegen die als Letzte gelaufenen Vorjahres-Dritten Alexandra Bojkowa/Dmitri Koslowskij (82,34). Auf Rang zwei sind die Vorjahres-Fünften Darja Pawljutschenko/Denis Kodykin (74,92), erste Verfolger der Russen sind die Italiener Nicola Della Monica/Matteo Guarise (70,48). (APA, 22.1.2020)