Eine Aufnahme junger Klimaaktivistinnen. Ganz links ist Vanessa Nakate, sie wurde auf veröffentlichten Aufnahmen weggeschnitten.

Foto: AP

Davos – Nicht nur Greta Thunberg, auch andere junge Klimaaktivisten und -aktivistinnen sind zum Weltwirtschaftsgipfel angereist, der vergangene Woche in Davos in der Schweiz stattfand. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) verbreitete unter anderem ein Foto von einer Gruppe junger Klimaaktivistinnen. Nur: Das Mädchen mit dunkler Haut wurde weggeschnitten.

Vorher.
Foto: AP
Nachher.
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AP reagierte

Auf Twitter wurden Rassismusvorwürfe laut, auch von Vanessa Nakate – jener Aktivistin, die vom Foto geschnitten wurde – selbst. "Ihr habt nicht nur ein Foto gelöscht, ihr habt einen ganzen Kontinent gelöscht. Doch ich bin stärker als jemals zuvor", schrieb sie in einem Tweet, der sich rasant verbreite.

Die AP reagierte und entschuldigte sich. Man lege "großen Wert darauf, die von uns abgedeckte Welt genau darzustellen", heißt es in einer Stellungnahme. "Wir schulen unsere Journalisten darin, sensibel auf Fragen der Einbeziehung und Unterlassung zu reagieren". Man habe intern mit dem betreffenden Journalisten gesprochen und würde aus diesem Urteilsfehler lernen. Die Agentur hatte zunächst erklärt, dass das Gebäude hinter Nakate die Bildkomposition gestört hätte und sie deswegen weggeschnitten worden wäre.

Auch Greta Thunberg – sie bliebt auf dem Foto – meldete sich zu Wort. Was passiert sei, sei "völlig inakzeptabel", schreibt sie. (red, 26.1.2020)