Neos-Politiker Sepp Schellhorn und Vida-Generalsekretärin Anna Daimler trafen sich im STANDARD-Studio zum Streitgespräch.
DER STANDARD

"Erzählen Sie keine Schauermärchen. Sie waren wohl noch nie im Westen": Was freundlich begann, ist rasch zu einem harten Schlagabtausch geworden. Der Neos-Politiker Sepp Schellhorn und die Vida-Gewerkschafterin Anna Daimler diskutierten im STANDARD-Studio unter reger Userbeteiligung darüber, warum so wenige Wiener Arbeitslose bereit sind, in den Westen arbeiten zu gehen.

Vida-Generalsekretärin Daimler ging in die Offensive: Die aktuelle Debatte sei einseitig, es werde nur über angeblich unwillige Arbeitslose gesprochen. "Es werden ganz wenig Unternehmen durch das AMS gesperrt, weil sie sich so aufführen, dass man keine Arbeitnehmer hinschicken kann." Gemeint ist, dass das Arbeitsmarktservice an bestimmte Unternehmen keine Jobsuchenden mehr vermitteln soll.

Der Preis des Cappuccino

Schellhorn, der auch Unternehmer ist und mehrere Gastronomiebetriebe in Westösterreich betreibt, drängte auf eine radikale Entlastung des Faktors Arbeit. Im Video erzählt er, was er Arbeitnehmern anbietet, damit sie zu ihm kommen, und warum auch Kunden, die nicht mehr als 3,50 Euro für den Cappuccino zahlen wollen, mitschuldig an den Problemen der Gastronomie sind. (Andreas Müller, Ayham Yossef, András Szigetvari, 28.1.2019)