Für den Kauf von Osram mobilisiert die steirische AMS all ihre Reserven.

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Zürich – Der österreichische Sensorspezialist AMS will noch vor seiner geplanten milliardenschweren Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Osram-Übernahme alle eigenen Aktien verkaufen. Das Unternehmen kündigte am Dienstag an, die 3,35 Millionen Aktien in einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zu platzieren.

Die Papiere sind nach dem Schlusskurs vom Montag rund 130 Millionen Euro wert. Die Platzierung, mit der voraussichtlich die Investmentbanken UBS und HSBC beauftragt würden, solle eine Verwässerung verhindern, da eigene Aktien nach österreichischem Recht keine Bezugsrechte erhielten.

AMS will bei seinen Aktionären in einer Bezugsrechtsemission im nächsten halben Jahr bis zu 1,65 Milliarden Euro einsammeln, um die Übernahme von Osram teilweise zu refinanzieren. Die Hauptversammlung hatte der Kapitalerhöhung am vergangenen Freitag zugestimmt. (Reuters, 28.1.2020)