Uhren und andere tragbare Gerätschaft aus dem Hause Apple wurde kräftig nachgefragt

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Cupertino – Apple sieht die Schwäche im iPhone-Geschäft überwunden und meldet Rekordzahlen für das vergangene Weihnachtsgeschäft. Bei einem um neun Prozent auf 91,8 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz vermeldete der Konzern einen im Vergleich zum Vorjahresquartal von knapp 20 auf 22,2 Milliarden Dollar (20,17 Milliarden Euro) gestiegenen Quartalsgewinn.

Beim iPhone, dem mit Abstand wichtigsten Produkt, gab es nach einigen Quartalen mit Rückgängen ein deutliches Umsatzplus von 7,6 Prozent auf knapp 56 Milliarden Dollar. Apple macht keine Angaben zu verkauften Stückzahlen mehr. Im vergangenen Herbst waren zum Teil teurere neue Modelle auf den Markt gekommen.

Im laufenden Quartal stellt sich Apple auf Turbulenzen in seiner chinesischen Zuliefererkette durch das neue Coronavirus ein. Einige Betriebe befänden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan, sagte Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz am Dienstag. Es gebe aber alternative Quellen für ihre Produkte. Unklar sei die weitere Entwicklung bei anderen Zulieferern, bei denen die übliche Auszeit zum chinesischen Neujahrsfest zum Teil um eine Woche verlängert worden sei.

Apple-Geschäfte geschlossen

Der Konzern habe einen Apple Store in China geschlossen und Reisen von Mitarbeitern in das Land reduziert, sagte Cook. Auch einige chinesische Einzelhandelspartner hätten Geschäfte geschlossen oder die Öffnungszeiten verkürzt und in die Läden kämen weniger Käufer.

Apple-Chef Tim Cook überzeugte sich im Dezember persönlich, ob Paralympics-Sportlerin Theresa Goh mit der Apple Watch zufrieden ist.
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Die Unsicherheit rund um das Coronavirus sei der Grund dafür, dass bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar gewählt worden sei, sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri. Das ist in jedem Fall ein deutliches Plus im Vergleich zu den 58 Milliarden Dollar Umsatz im Vorjahresquartal.

Eine wichtige Säule des Weihnachtsquartals waren die kleinen tragbaren Geräte wie die Computeruhr Apple Watch und die Airpods-Ohrhörer sowie das Abogeschäft mit Diensten.

Um 37 Prozent mehr Tragbares abgesetzt

Das Geschäft der Sparte mit den Wearables schoss um fast 37 Prozent auf gut zehn Milliarden Dollar hinauf. Es hat damit erstmals den Umsatz mit Mac-Computern überholt, der auf 7,1 Milliarden Dollar zurückging. Apple hatte in der Weihnachtszeit neben einer neuen Watch-Generation auch eine verbesserte – und teurere – Pro-Version der Airpods herausgebracht.

Bei den Services wie Apple Music oder dem iCloud-Speicher gab es ein Plus von rund 17 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Apple hat nun 480 Millionen Abokunden. Das Ziel von 500 Millionen Kunden werde nun im laufenden Vierteljahr erreicht, sagte Maestri. Zum Jahresende will Apple nun 600 Millionen Abo-Kunden haben. Das Geschäft mit iPad-Tablets schrumpfte unterdessen um elf Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar.

Im Weihnachtsgeschäft 2018 hatte Apple einen Umsatzrückgang verbucht. Der Konzern machte dafür vor allem eine Abschwächung im China-Geschäft verantwortlich. Jetzt legten die Erlöse in China von 13,2 auf 13,6 Milliarden Dollar zu. (dpa, red. 29.1.2020)